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Ratgeber

Fenster in Hamburg: Einbruchschutz, Fluglärm und IFB-Zuschuss

In Hamburg registrierte die Polizei 2025 gut 2.800 Wohnungseinbrüche, und rund um den Flughafen gibt es ein eigenes Schallschutzprogramm. Hier lesen Sie, wo Sie kostenfreie Beratung bekommen, wer Schallschutzfenster bezuschusst bekommt und was die IFB zahlt. Kosten, Uw-Werte und die Förderung des Bundes erklärt der Ratgeber auf der Themenseite Fenster.

2.837
Wohnungseinbrüche in Hamburg 2025, rund die Hälfte davon Versuche
168 €/m²
IFB-Zuschuss für neue Fenster mit Uw ≤ 0,95 (Richtlinie ab 01.08.2026)
75 %
der Schallschutzfenster-Kosten trägt der Flughafen im Programmgebiet

Einbruchschutz: Lage und kostenfreie Beratung

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik gab es 2025 in Hamburg 2.837 Wohnungseinbrüche. Bei rund der Hälfte der Fälle blieb es beim Versuch.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle des Landeskriminalamts in der Caffamacherreihe 4 berät kostenfrei zum Einbruchschutz, Termine unter 040 4286-70777. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, öffnet sie von 10 bis 14 Uhr ohne Anmeldung zum Tag der offenen Tür.

Schallschutzfenster am Flughafen

Mit dem 10. Lärmschutzprogramm (seit 1. Juli 2024, bis die Mittel aufgebraucht sind, längstens bis 30. Juni 2029) fördert der Flughafen Hamburg Schallschutz für rund 4.400 Wohngebäude in Hamburg, Norderstedt, Quickborn und Hasloh. Das Gebiet entspricht der Tagschutzzone 1 und der Nachtschutzzone nach dem Fluglärmschutzgesetz.

  • Voraussetzung: Das Wohnhaus wurde vor dem 4. Juni 1976 genehmigt und errichtet; die Straßen nennt das Verzeichnis des Flughafens.
  • Leistung: Fenster mit 39 dB in Schlaf- und Kinderzimmern, wenn die alten unter 35 dB liegen, dazu Lüfter oder Fensterautomation.
  • Eigenanteil: Der Flughafen übernimmt 75 % der Kosten, 25 % tragen Sie.

IFB-Zuschuss für neue Fenster

Seit 1. August 2026 gilt die IFB-Richtlinie „Wärmeschutz im Gebäudebestand“, befristet bis 30. Juni 2027. Fenster und Fenstertüren werden auch einzeln gefördert: mit 168 Euro je m² bei einem Uw-Wert von höchstens 0,95 W/(m²K), neue Verglasung allein mit 84 Euro je m².

Die Baugenehmigung muss älter als 20 Jahre sein, ein Fachbetrieb muss einbauen, und je Wohnung müssen mindestens 750 Euro Zuschuss zusammenkommen. Pflicht ist außerdem ein hydraulischer Abgleich der Heizung. Bundesförderung ist ergänzend möglich; die IFB kürzt dann gegebenenfalls ihren Anteil.

Worauf Sie in Hamburg achten sollten

  • Polizeiliche BeratungVor dem Fenstertausch kostenfrei bei der Beratungsstelle des LKA informieren.
  • Straßenverzeichnis prüfenNahe dem Flughafen vor dem Auftrag klären, ob Ihr Haus im Programmgebiet liegt.
  • Vertrag erst nach ZusageVor der IFB-Zusage nur Verträge mit aufschiebender Bedingung unterschreiben, sonst entfällt der Zuschuss.
  • EigentumswohnungEinzelne Wohnungseigentümer dürfen bei der IFB nur Fenster beantragen, alles andere läuft über die Gemeinschaft.

Häufige Fragen

Zahlt der Hamburger Flughafen meine neuen Fenster?

Nur im Förderungsgebiet des 10. Lärmschutzprogramms und für Häuser, die vor dem 4. Juni 1976 genehmigt wurden. Dann übernimmt er 75 % der Kosten für Schallschutzfenster in Schlaf- und Kinderzimmern.

Gibt es in Hamburg einen Landeszuschuss für neue Fenster?

Ja. Die IFB Hamburg zahlt bis 30. Juni 2027 168 Euro je m² für Fenster mit Uw ≤ 0,95, wenn die Baugenehmigung älter als 20 Jahre ist.

Wo lasse ich mich in Hamburg zum Einbruchschutz beraten?

Bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des LKA in der Caffamacherreihe 4 – kostenfrei, Termin unter 040 4286-70777.

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Stand: Oktober 2026 · Quellen anzeigen

Alle Angaben ohne Gewähr. Förderbedingungen und Vergütungssätze können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.