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Ratgeber
In Sachsen-Anhalt ist fast jeder zehnte Einwohner pflegebedürftig – drei von vier werden zu Hause versorgt. Hier lesen Sie, wo Sie im Land kostenlos beraten werden, was die neue Bauordnung für Aufzüge ändert und was am Baudenkmal gilt. Kosten und Pflegekassen-Zuschuss erklärt der Ratgeber auf der Themenseite Treppenlift.
Laut Statistischem Landesamt waren Ende 2023 in Sachsen-Anhalt 204.236 Menschen pflegebedürftig, fast 23 % mehr als 2021. 151.865 lebten zu Hause, 104.853 von ihnen wurden allein von Angehörigen gepflegt. Gerade dort entscheidet oft die Treppe, ob das Leben im eigenen Haus weiter möglich ist.
Sachsen-Anhalt setzt auf die „Vernetzte Pflegeberatung“ als Alternative zu Pflegestützpunkten: Pflegeberater der Kassen und der Kommunen arbeiten eng zusammen. Versicherte zahlen für die Beratung nichts zu. In Halle (Saale) etwa berät der Fachbereich Soziales unabhängig von der Krankenkasse – persönlich, am Telefon oder auf Wunsch zu Hause. Ansprechpartner im Land nennt das Portal pflegeberatung-sachsen-anhalt.de.
Mit der im Dezember 2025 beschlossenen Novelle der Bauordnung sind Aufzüge im Rahmen der technischen Gebäudeausrüstung verfahrensfrei. Ob das auch für einen Außenaufzug oder Plattformlift an Ihrem Haus gilt, klärt im Zweifel das Bauordnungsamt.
Am Kulturdenkmal brauchen dagegen alle Maßnahmen an der Fassade eine schriftliche Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde (§ 14 DenkmSchG LSA). Das „Aufzugsprogramm 2024“ der Investitionsbank richtet sich an private und gewerbliche Vermieter, die eine Wohnimmobilie mit einem Aufzug nachrüsten; ein Landesprogramm für Treppenlifte im Eigenheim nennt die Förderübersicht derzeit nicht.
Das Land setzt auf die Vernetzte Pflegeberatung als Alternative: Pflegeberater von Kassen und Kommunen arbeiten zusammen, Versicherte zahlen nichts zu.
Seit der Bauordnungsnovelle 2025 sind Aufzüge im Rahmen der technischen Gebäudeausrüstung verfahrensfrei. Bei Außenanlagen und Denkmalen fragen Sie vorab bei Bauordnungs- bzw. Denkmalschutzbehörde nach.
Ein Landesprogramm für Treppenlifte im Eigenheim nennt die Investitionsbank derzeit nicht. Ihr Aufzugsprogramm richtet sich an Vermieter. Die wichtigste Hilfe bleibt die Pflegekasse.
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