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Ratgeber

Energieberatung in Berlin: kostenlose Angebote, Fernwärme und Klimaziele

In Berlin ergänzen kostenlose, vom Senat mitfinanzierte Beratungsangebote die geförderte Energieberatung des Bundes. Hier lesen Sie, wer in der Hauptstadt neutral berät, wie Berliner Wohnungen heizen und was das Landesklimaschutzgesetz vorgibt. Kosten, BAFA-Zuschuss und Sanierungsfahrplan erklärt der Ratgeber auf der Themenseite Energieberatung.

fast 3.000
Energieberatungen im kostenlosen Projekt „ZuHaus in Berlin“ für Eigenheimbesitzer, 2026 verlängert
rund 89 %
der Wohnungen in Berliner Wohngebäuden heizen mit Gas oder Fernwärme (Zensus 2022)
2045
klimaneutral spätestens in diesem Jahr; bis 2030 mindestens 70 % weniger CO₂ als 1990 (Berliner Klimaschutzgesetz)

Kostenlose Beratung in Berlin

Im Modellprojekt „ZuHaus in Berlin“ kommen Energieberaterinnen und -berater der Verbraucherzentrale Berlin kostenlos und anbieterunabhängig zu Eigenheimbesitzern nach Hause und prüfen Heizung und Gebäudehülle. Das Projekt der Verbraucherzentrale wird von der Senatsumweltverwaltung mitfinanziert. Nach dem Start 2019 in Pilot-Quartieren von fünf Bezirken und fast 3.000 Beratungen wurde es 2026 verlängert. Ob Ihr Quartier dabei ist, erfahren Sie beim Klimaschutzbeauftragten Ihres Bezirks.

Kostenlos berät auch BAUinfo Berlin zu energetischer Sanierung. Den Sanierungsfahrplan ersetzen beide Angebote nicht – ihn erstellt ein gelisteter Energieberater in der vom Bund geförderten Beratung.

Fernwärme, Gas und das Berliner Klimaschutzgesetz

Laut Zensus 2022 wurden in Berliner Wohngebäuden etwa 921.000 Wohnungen mit Gas und 869.000 mit Fernwärme beheizt – zusammen rund 89 %; Wärmepumpen, Solarthermie und Geothermie lagen unter 1 %. Ob Ihr Haus am Wärmenetz hängt, prägt daher die Fragen an die Beratung.

Das Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz verlangt seit der Novelle von 2021, die CO₂-Emissionen bis 2030 um mindestens 70 % und bis 2040 um mindestens 90 % gegenüber 1990 zu senken; spätestens 2045 soll Berlin klimaneutral sein. Kohle soll in der Strom- und Wärmeerzeugung bis 2030 auslaufen.

Landesförderung nach der Beratung

Das frühere Landesprogramm Effiziente GebäudePLUS galt laut Förderdatenbank nur für Anträge bis Ende 2024. Für die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen bietet die landeseigene Investitionsbank Berlin mit „IBB Wohnraum modernisieren“ Darlehen für energetische Maßnahmen an, auch für selbst nutzende Eigentümer – bis 100.000 Euro je Wohneinheit.

Worauf Sie in Berlin achten sollten

  • Kostenlose Erstberatung nutzenZuHaus in Berlin oder BAUinfo Berlin helfen, Fragen für die geförderte Beratung zu sammeln.
  • Wärmeversorgung angebenNennen Sie dem Berater, ob Sie mit Fernwärme, Gas oder Öl heizen – davon hängt der Fahrplan ab.
  • Erhaltungsgebiet prüfenIm Milieuschutzgebiet braucht eine Modernisierung die Genehmigung des Bezirksamts – Maßnahmen früh abstimmen.
  • Finanzierung vorab klärenIBB-Darlehen klären, bevor Sie Aufträge vergeben.

Häufige Fragen

Gibt es in Berlin eine kostenlose Energieberatung für Hausbesitzer?

Ja. Das Projekt „ZuHaus in Berlin“ bietet Eigenheimbesitzern in ausgewählten Quartieren eine kostenlose Vor-Ort-Beratung der Verbraucherzentrale; BAUinfo Berlin berät kostenlos im Beratungszentrum.

Gibt Berlin zusätzlich Geld für den Sanierungsfahrplan?

Das frühere Landesprogramm Effiziente GebäudePLUS lief nur bis Ende 2024. Für die Beratung gibt es den Zuschuss des Bundes, für die Umsetzung Darlehen der IBB.

Was bedeutet das Berliner Klimaschutzgesetz für mein Haus?

Es setzt Ziele für das ganze Land: mindestens 70 % weniger CO₂ bis 2030, klimaneutral bis 2045. Welche Schritte für Ihr Haus sinnvoll sind, klärt eine Energieberatung.

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Stand: Oktober 2026 · Quellen anzeigen

Alle Angaben ohne Gewähr. Förderbedingungen und Vergütungssätze können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Stelle.