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Ratgeber · Photovoltaik

Photovoltaik-Kosten 2026: Preise je kWp, Speicher und ob es sich lohnt

Eine Solaranlage fürs Einfamilienhaus kostet bei 8 bis 15 kWp im Schnitt rund 1.200 bis 1.800 Euro pro kWp, ein Speicher rund 360 bis 510 Euro pro kWh. Hier lesen Sie, womit Sie bei 8, 10, 12 oder 15 kWp rechnen sollten, was der Betrieb kostet, welche Einspeise­vergütung bis Ende 2026 gilt und was sich 2027 ändern soll.

Stand: November 20266 Min. Lesezeit

≈ 1.410 €
pro kWp im Schnitt bei 9 bis 10 kWp, ohne Speicher (Angebote 01/2025–08/2026)
7,70 ct
pro kWh Einspeisung bis 10 kW, Inbetriebnahme 01.08. bis 31.12.2026
360–510 €
pro kWh Speicher im Schnitt, je nach Größe
Inhalt
  1. 01Was kostet eine Photovoltaik­anlage 2026?
  2. 02Was kostet ein Stromspeicher?
  3. 03Laufende Kosten
  4. 04Einspeise­vergütung und Steuern
  5. 05Beispielrechnung: Wann rechnet sich die Anlage?
  6. 06Förderung
  7. 07Worauf Sie achten sollten
  8. 08Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaik­anlage 2026?

Die Verbraucherzentrale NRW hat 71 Angebote aus Beratungen ausgewertet (Januar 2025 bis August 2026). Je größer die Anlage, desto weniger kostet das einzelne kWp. Durchschnitt für den PV-Teil ohne Speicher, dazu der rechnerische Gesamtpreis:

  • 8 kWp: im Schnitt 1.820 Euro pro kWp, also rund 14.600 Euro
  • 10 kWp: im Schnitt 1.410 Euro pro kWp, also rund 14.100 Euro
  • 12 kWp: im Schnitt 1.290 Euro pro kWp, also rund 15.500 Euro
  • 15 kWp: im Schnitt 1.220 Euro pro kWp, also rund 18.300 Euro
  • über 16 kWp: im Schnitt 1.010 Euro pro kWp

Die Werte sind Durchschnitte, keine Preisliste. Angebote für gleich große Anlagen liegen teils weit auseinander. Nicht enthalten sind Extras wie Notstrom und eigene Arbeiten, etwa eine neue Hauselektrik. Umsatzsteuer fällt für Anlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden nicht an – auch nicht für Speicher und Montage.

Was kostet ein Stromspeicher?

Auch beim Speicher sinkt der Preis pro kWh mit der Größe. Durchschnitt aus 70 Angeboten (Verbraucherzentrale NRW, Januar 2025 bis August 2026):

  • 4 bis 6 kWh: im Schnitt 510 Euro pro kWh
  • über 6 bis 8 kWh: im Schnitt 480 Euro pro kWh
  • über 8 bis 10 kWh: im Schnitt 410 Euro pro kWh
  • über 10 bis 12 kWh: im Schnitt 390 Euro pro kWh
  • über 12 bis 16 kWh: im Schnitt 360 Euro pro kWh

Als Faustregel nennt die Verbraucherzentrale rund 1,5 kWh Speicher pro 1.000 kWh Jahresverbrauch. Ein Speicher hält etwa 10 bis 15 Jahre, die Module oft 20 bis 30 Jahre. Rund 20 % des gespeicherten Stroms gehen verloren, etwa beim Laden und Entladen und durch den Eigenverbrauch des Speichers.

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Laufende Kosten

  • Betrieb: Laut Fraunhofer ISE rund 1 bis 2 % der Anschaffungskosten pro Jahr – bei 14.100 Euro also etwa 140 bis 280 Euro.
  • Speicher: Die Verbraucherzentrale rät, den Speicher alle 4 bis 5 Jahre prüfen zu lassen. Planen Sie ein, dass er vor den Modulen ersetzt werden muss.
  • Versicherung: Fragen Sie, ob Ihre Wohngebäudeversicherung die Anlage einschließt – oft gegen Aufpreis. Eine eigene PV-Versicherung deckt meist mehr ab.
  • Smart Meter: Neue Anlagen ab 7 kWp brauchen ein intelligentes Messsystem mit Steuerbox. Ohne beides dürfen neue Anlagen nur 60 % ihrer Leistung einspeisen.

Einspeise­vergütung und Steuern

Für Anlagen, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gelten laut Bundesnetzagentur diese Sätze. Gezahlt wird 20 Jahre lang, bis zum 31. Dezember des 20. Jahres:

  • Teileinspeisung: 7,70 ct/kWh bis 10 kW, 6,66 ct/kWh für den Teil bis 40 kW
  • Volleinspeisung: 12,22 ct/kWh bis 10 kW, 10,24 ct/kWh für den Teil bis 40 kW
  • Einkommensteuer: Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind steuerfrei, insgesamt höchstens 100 kWp je Person (§ 3 Nr. 72 EStG).
  • Umsatzsteuer: 0 % beim Kauf und bei der Montage, für Anlagen bis 30 kWp samt Speicher (§ 12 Abs. 3 UStG).

Ab 2027 soll ein neues EEG gelten. Nach dem Gesetzentwurf sollen neue Anlagen unter 25 kW nur noch bis Ende 2028 eine feste Vergütung bekommen – 5,2 Cent je kWh für drei statt 20 Jahre. Danach ist eine Pflicht zur Direktvermarktung geplant. Die Einspeisung kleiner Dachanlagen soll auf 50 % der Leistung begrenzt werden. Beschlossen ist das noch nicht (Stand Anfang November 2026). Für die heutigen Sätze zählt der Tag der Inbetriebnahme.

Beispielrechnung: Wann rechnet sich die Anlage?

Ein vereinfachtes Beispiel mit Durchschnittswerten – keine Zusage für Ihr Haus. Annahmen: 10 kWp für 14.100 Euro, 900 kWh Ertrag pro kWp (Spanne laut Verbraucherzentrale 850 bis 1.000), 3.500 kWh Verbrauch im Jahr, Strompreis 37,3 ct/kWh (BDEW, bisheriger Schnitt 2026, Stand Oktober), Inbetriebnahme 2026, Smart Meter vorhanden.

  • Ohne Speicher: Sie decken rund 30 % Ihres Verbrauchs selbst (1.050 kWh) und sparen rund 390 Euro. Für 7.950 kWh Einspeisung gibt es rund 610 Euro. Nach Betriebskosten bleiben etwa 720 bis 860 Euro im Jahr – die Anlage hätte sich nach rund 16 bis 20 Jahren bezahlt.
  • Mit 5-kWh-Speicher: Zusätzlich rund 2.550 Euro. Steigt Ihr Anteil auf 60 % (2.100 kWh), sparen Sie rund 780 Euro; dazu kommen rund 510 Euro für die Einspeisung. Das sind rund 290 Euro mehr im Jahr – der Speicher hätte sich nach rund 9 Jahren bezahlt (ohne Betriebskosten des Speichers).

Nicht eingerechnet: steigende oder fallende Strompreise, nachlassende Leistung der Module, Stunden mit negativen Börsenpreisen ohne Vergütung und ein Speichertausch. Wer mehr Strom selbst nutzt, etwa mit Wärmepumpe oder E-Auto, kommt schneller ins Plus. Solarstrom vom eigenen Dach kostet laut Fraunhofer ISE rund 6 bis 14 ct/kWh – deutlich weniger als Netzstrom.

Förderung

  • KfW-Kredit 270: Kredit für PV-Anlage und Speicher, bis 100 % der Kosten, Laufzeit bis 30 Jahre. Privatpersonen können ihn nutzen, wenn sie einen Teil des Stroms einspeisen. Antrag über Ihre Bank, bevor Sie den Auftrag erteilen.
  • Zuschuss vom Bund: Einen eigenen Zuschuss für private PV-Anlagen gibt es nicht. Fördergeld gibt es nur im Rahmen einer umfassenden Sanierung zum Effizienzhaus.
  • Länder und Kommunen: Einzelne Städte und Landkreise zahlen Zuschüsse, oft mit schnell verbrauchten Mitteln. Was in Ihrem Bundesland gilt, steht auf den Länderseiten unten.

Worauf Sie achten sollten

  • Mehrere AngeboteVergleichen Sie Preis und Umfang. Liegt ein Angebot deutlich höher, lassen Sie sich die Gründe erklären.
  • Nebenkosten erfragenFragen Sie, ob Zählerschrank, Hauselektrik, Gerüst und Anmeldung im Preis enthalten sind.
  • Realistisch rechnenManche Angebote rechnen mit 4 bis 8 % Strompreisanstieg pro Jahr oder ohne Speichertausch. Das hält die Verbraucherzentrale für unrealistisch.
  • Erst Kredit, dann AuftragDen KfW-Kredit müssen Sie beantragen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
  • Termin klärenFür die Vergütung zählt die Inbetriebnahme, nicht der Vertrag. Fragen Sie nach einem verbindlichen Termin und lassen Sie sich nicht drängen.
  • Anlage registrierenJede Anlage muss binnen eines Monats nach Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister. Oft übernimmt das der Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Was kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp?

Im Schnitt rund 1.410 Euro pro kWp, also etwa 14.100 Euro ohne Speicher (Auswertung der Verbraucherzentrale NRW, Angebote von Januar 2025 bis August 2026). Mit 5-kWh-Speicher kommen im Schnitt rund 2.550 Euro dazu.

Was kostet ein Stromspeicher für die PV-Anlage?

Im Schnitt 360 bis 510 Euro pro kWh, je nach Größe – größere Speicher sind pro kWh günstiger. Als Faustregel passen rund 1,5 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.

Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?

Das hängt vor allem davon ab, wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen. Im Beispiel mit 10 kWp ohne Speicher hat sich die Anlage nach rund 16 bis 20 Jahren bezahlt; die Module halten oft 20 bis 30 Jahre. Mit Speicher, Wärmepumpe oder E-Auto geht es meist schneller.

Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?

Geplant ist, dass neue Anlagen unter 25 kW nur noch bis Ende 2028 eine feste Vergütung bekommen – 5,2 Cent je kWh für drei statt 20 Jahre. Beschlossen ist das noch nicht. Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, erhält 7,70 ct/kWh bis 10 kW für 20 Jahre.

Gibt es eine Förderung für Photovoltaik?

Vom Bund gibt es keinen Zuschuss, aber den KfW-Kredit 270 für Anlage und Speicher. Dazu kommen 0 % Umsatzsteuer und die Steuerfreiheit der Einnahmen. Manche Städte zahlen eigene Zuschüsse.

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Stand: November 2026 · Quellen anzeigen

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