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Ratgeber · Badsanierung

Badsanierung: Kosten 2026, Zuschüsse und was die Bundesländer zahlen

Ein neues Bad kostet grob 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter. Für den barrierefreien Umbau gibt es Geld von der Pflegekasse, einen KfW-Kredit und in mehreren Bundesländern eigene Zuschüsse. Dazu kommt der Steuerbonus auf die Arbeitskosten. Hier finden Sie Preise, Zuschüsse und was in Ihrem Bundesland gilt.

Stand: Oktober 20264 Min. Lesezeit

bis 4.180 €
Zuschuss der Pflegekasse je Maßnahme, Pflegegrad 1 bis 5
20 %
der Arbeitskosten als Steuerbonus, höchstens 1.200 € im Jahr (§ 35a EStG)
Inhalt
  1. 01Was kostet eine Badsanierung?
  2. 02Zuschüsse vom Bund und Steuerbonus
  3. 03Was die Bundesländer zahlen
  4. 04Worauf Sie achten sollten
  5. 05Häufige Fragen

Was kostet eine Badsanierung?

Die Spanne ist groß. Ratgeber nennen als groben Richtwert 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter, bei einem Komplettumbau durch Fachbetriebe auch bis rund 5.000 Euro. Einzelposten laut Baukosteninformationszentrum (BKI, netto, Mittelwerte Ende 2025):

  • Barrierefreies WC: rund 1.415 Euro je Stück
  • Barrierefreier Waschtisch: rund 1.725 Euro je Stück
  • Duschwanne 80 × 80 cm mit Zubehör: rund 1.370 Euro je Stück

Die Werte schwanken je nach Region und Saison. Was Ihr Bad kostet, zeigt erst ein Angebot nach Besichtigung.

Zuschüsse vom Bund und Steuerbonus

  • Pflegekasse: Bei Pflegegrad 1 bis 5 bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, zum Beispiel für den pflegegerechten Umbau des Bades; leben mehrere Pflegebedürftige zusammen, bis zu 16.720 Euro. Antrag vor Beginn der Arbeiten.
  • KfW-Zuschuss 455-B: Die Mittel für 2026 sind ausgeschöpft, neue Anträge sind seit Ende Juli 2026 nicht möglich. Ob es 2027 wieder Geld gibt, ist offen.
  • KfW-Kredit 159: zinsgünstiger Kredit bis 50.000 Euro je Wohnung für Barrierereduzierung, etwa eine bodengleiche Dusche; Antrag über Ihre Bank
  • Steuerbonus: 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr – nicht für Maßnahmen mit zinsverbilligtem Kredit oder steuerfreiem Zuschuss. Ab 2027 plant die Bundesregierung 15 % und höchstens 900 Euro; beschlossen ist das noch nicht.
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Was die Bundesländer zahlen

Die Landesprogramme gelten für das barrierefreie Bad, meist mit Einkommensgrenzen oder bei Behinderung oder Pflegegrad. Für eine reine Schönheitssanierung gibt es kein Landesgeld. Mehr zu Bauordnung und Beratung steht auf den Länderseiten unten.

  • Hamburg: IFB-Zuschuss für selbst genutztes Eigentum: barrierereduziertes Bad bis 7.260 Euro, barrierefreies Bad bis 8.400 Euro, rollstuhlgerechtes Bad bis 13.240 Euro; mit Einkommensgrenzen.
  • Hessen: Landeszuschuss bis 50 % der Kosten, für das Bad höchstens 5.500 Euro – bei Grad der Behinderung ab 50 oder mindestens Pflegegrad 2 im Haushalt.
  • Sachsen: Seit März 2026 80 % der Kosten, höchstens 4.000 Euro, für rollstuhlgerechten Umbau höchstens 10.000 Euro – mit Einkommensgrenzen; Leistungen der Pflegekasse werden zuerst abgezogen. Auch Mieter mit Zustimmung des Vermieters.
  • Niedersachsen: NBank: bei Kosten bis 15.000 Euro reiner Zuschuss bis 40 %, höchstens 6.000 Euro (Einkommensgruppe A); darüber zinsfreies Darlehen plus Zuschuss. Nicht für Häuser mit mehr als zwei Wohnungen.
  • Brandenburg: Zuschuss bis 12.000 Euro je Wohnung, ausdrücklich auch für das Bad – bei einer schwerbehinderten Person im Haushalt, grundsätzlich mit Grad der Behinderung ab 80.
  • Mecklenburg-Vorpommern: 30 % von höchstens 15.000 Euro Kosten, also bis 4.500 Euro, über das Landesförderinstitut. Das Budget ist begrenzt.
  • Bayern: Leistungsfreies Baudarlehen bis 10.000 Euro für Menschen mit Behinderung, ausdrücklich auch für ein behindertengerechtes Bad; mit Einkommensgrenzen.
  • Nordrhein-Westfalen: Landesdarlehen bis 220.000 Euro, die ersten fünf Jahre zinsfrei, mit Tilgungsnachlass – unter anderem für die Anpassung von Sanitärräumen; mit Einkommensgrenzen.
  • Rheinland-Pfalz, Saarland: Landesdarlehen für die Modernisierung selbst genutzten Wohnraums, auch für barrierefreies Wohnen und bessere Sanitäreinrichtungen; mit Einkommensgrenzen. Im Saarland erst ab 10.000 Euro je Wohnung.
  • Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen: Einen eigenen Landeszuschuss für das barrierefreie Bad haben wir nicht gefunden; in Schleswig-Holstein ist der Modernisierungszuschuss ausgeschöpft. Teils reichen die Förderbanken den KfW-Kredit weiter, etwa die Bremer Aufbau-Bank mit „Rund ums Haus“ bis 50.000 Euro.

Worauf Sie achten sollten

  • Zuschuss zuerstWer zuerst zahlt und dann bei der Pflegekasse oder beim Land einreicht, bekommt meist nichts. Stellen Sie den Antrag vor dem Auftrag.
  • Barrierefrei planenNach DIN 18040-2 braucht der Duschbereich mindestens 120 × 120 cm, für Rollstuhlnutzer 150 × 150 cm – bodengleich.
  • Angebote vergleichenPrüfen Sie, ob Demontage, Entsorgung, Leitungen, Elektroarbeiten, Fliesen und Sanitärobjekte enthalten sind.
  • Rechnung und ÜberweisungFür den Steuerbonus brauchen Sie eine Rechnung und müssen auf das Konto des Betriebs zahlen. Absetzbar sind nur die Arbeitskosten.

Häufige Fragen

Was kostet eine Badsanierung pro Quadratmeter?

Als grober Richtwert 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter, bei einem Komplettumbau durch Fachbetriebe auch bis rund 5.000 Euro. Genau zeigt es erst ein Angebot nach Besichtigung.

Zahlt die Pflegekasse den Badumbau?

Bei anerkanntem Pflegegrad bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, wenn der Umbau die Pflege zu Hause ermöglicht oder erleichtert. Stellen Sie den Antrag vor Beginn der Arbeiten.

Welches Bundesland gibt einen Zuschuss für das barrierefreie Bad?

Einen Landeszuschuss haben wir in Hamburg, Hessen, Sachsen, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gefunden; Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz und das Saarland helfen mit Darlehen. Fast überall gelten Einkommensgrenzen oder Bedingungen zu Behinderung oder Pflegegrad.

Kann ich die Badsanierung von der Steuer absetzen?

Ja, 20 % der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro im Jahr (§ 35a EStG) – nicht für Maßnahmen, für die Sie einen zinsverbilligten Kredit oder einen steuerfreien Zuschuss nutzen.

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Stand: Oktober 2026 · Quellen anzeigen

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